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Mohammad Aref Najib wurde 1954 in der afghanischen Provinz Lugar in einer gebildeten Familie geboren. Nach dem Abschluss der Schule in Lugar, besuchte der Künstler die Kunstschule in Kabul bis zur 12. Klasse. Im Anschluss unterrichtete Mohammad Aref Najib als Kunstlehrer Schüler bis zur 9. Klasse in Kabul. Von 1977 bis 1981 studierte er bildende Kunst an der Kunstfakultät der Universität in Kabul.

 

Es folgte ein einjähriger Wehrdienst, und danach war der Künstler bis 1986 Dozent an der Kabuler Universität für Kunstmalerei. 1986 absolvierte Mohammad Aref Najib ein Meisterstudium an der Universität in Minsk, Weißrussland. Von 1989 bis 1990 war der Künstler Dozent an der Universität in Kabul und 1990 hatte er Ausstellungen in Polen, Tschechien und in der DDR. Während eines einjährigen Aufenthalts für künstlerische Arbeiten in Tschechien, verkaufte er dort ca. 300 Gemälde.

 

Mohammad Aref Najib wanderte 1991 mit seiner gesamten Familie nach Hamburg aus. Seit 2013 arbeitet der Künstler in einer Künstlerwerkstatt.

 

Heimweh… Hatte nicht bereits jeder einmal Heimweh? Als Kind vielleicht, wenn die Eltern aus waren und man bei Nachbarn oder Verwandten übernachten musste? Bei der ersten Klassenreise vielleicht?

 

Heimweh… Ist Heimweh ein Verlust des Vertrauten, der einen traurig stimmt? Die Erinnerungen halten das Vertraute fest, man erinnert sich gerne an alle schönen Dinge, an Freunde und Bekannte, an schöne Orte, an denen man Schönes erlebt hat oder deren faszinierende, fast magische Anziehungskraft einen in einem Bann gefangen hält.

 

Heimweh… Und es gibt kein Zurück. Die Heimat, das Vertraute, alles, was einem einmal sehr viel bedeutet hat, was geachtet und geliebt wurde, liegt in Schutt und Asche, wurde zerstört, vernichtet, und Teile der Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn wurden getötet, starben einen sinnlosen Tod, und hilflos schaut man aus der sicher anmutenden Ferne zu, wie alles zu Grunde geht.

 

Der Künstler schätzt seine neue Heimat Hamburg, er mag ihre Offenheit, ihre Natur, ihre Vielfalt, ihre Schönheit, die er in seinen Werken zur Geltung bringt. Es sind Werke, die uns auch die Heimat des Künstlers zeigen, die uns vielleicht verstehen helfen, was der Künstler verloren hat, was Heimweh bedeutet.